Politische Forderungen zur Bundestagswahl

Pressemitteilung vom
Verbraucherschutz muss im Bundestagswahlkampf 2025 und den anschließenden Koalitionsverhandlungen eine zentrale Rolle spielen. Aus diesem Grund hat die Verbraucherzentrale Sachsen (VZS) ihre verbraucherpolitischen Forderungen in einem 15-Punkte-Plan veröffentlicht.
Gruppe von Menschen bilden einen Faustkreis
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15-Punkte-Plan der Verbraucherzentrale Sachsen zur Bundestagswahl 2025

Dieser umfasst zentrale Themen wie bezahlbare Energieversorgung, sichere Finanzmärkte und digitale Verbraucherrechte. Ziel ist es, dass die Interessen der sächsischen Verbraucherinnen und Verbraucher in der kommenden Legislaturperiode stärker Berücksichtigung finden.

Bezahlbare Energieversorgung sicherstellen und verlässliche Rahmenbedingungen schaffen

Ein besonderer Schwerpunkt der Forderungen liegt auf den Themen Energieversorgung und Energiewende. Die Energie- und Preiskrise hat viele Verbraucherinnen und Verbraucher verunsichert und stark belastet. Die Bürgerinnen und Bürger erwarten eine zukunftsfähige und sichere Energieversorgung, bezahlbare Energiepreise sowie Versorgungs- und Planungssicherheit. Die Strompreise für private Kundinnen und Kunden müssen sinken, im Osten sind die Netzentgelte und die Fernwärmepreise ein dringendes Problem.

Für eine Akzeptanz von Klimaschutz und Energiewende bedarf es einer Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger bei der Energiewende. Eine finanzielle Beteiligung mit Nutzen für die Menschen kann Impulse auch für die sächsische Wirtschaft setzen.

„Die Energiepolitik der kommenden Bundesregierung sollte sich konsequent an den Bedürfnissen der Verbraucherinnen und Verbraucher, insbesondere auch in den ländlichen Räumen orientieren“, erwartet Andreas Eichhorst, Vorstand der Verbraucherzentrale Sachsen. „Strom- und Heizkosten dürfen keine finanzielle Hürde sein – weder für Haushalte mit geringem Einkommen noch für Eigentümerinnen und Eigentümer, die auf klimafreundliche Alternativen umsteigen wollen.“

Ebenso sieht die VZS die Förderung von klimaschonender Mobilität, den Ausbau regionaler Verarbeitungs- und Vermarktungsstrategien sowie der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs als zentrale Elemente einer gelungenen Energiewende. Dabei sollten die konkreten Maßnahmen gemeinsam mit der Verbraucherschaft entwickelt werden.

Verbraucherinteressen in die nächste Legislaturperiode tragen

Bereits im Vorfeld der Bundestagswahl hat die Verbraucherzentrale Sachsen den Dialog mit vielen Kandidatinnen und Kandidaten gesucht. Diese Gespräche werden auch nach der Wahl fortgeführt, um sicherzustellen, dass verbraucherpolitische Themen auf der politischen Agenda bleiben.

„Verbraucherschutz ist kein Randthema, sondern ein entscheidender Faktor für wirtschaftliche Stabilität und gesellschaftlichen Zusammenhalt“, betont Andreas Eichhorst. „Wir erwarten von der nächsten Bundesregierung, dass sie konkrete Maßnahmen für eine faire, transparente und verbraucherfreundliche Politik umsetzt. Die Verbraucherzentrale Sachsen bringt sich mit ihrer Erfahrung und Expertise gern ein“, so Eichhorst.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.


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